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Textilien, Stoffe und Kurzwaren

Verschiedene Textilien (v.l.n.r.: gewebte Baumwolle, samt, bedruckte Baumwolle , Kattun ,Filz, Satin, Seide, Sackleinen, Kunstfaser. Eine ist ein flexibles Material, das aus einem Verbund von Fasern besteht. Sowohl Fasern, Garn, textile Flächen wie Gewebe, Gewirke oder Gestricke und fertige Produkte (unter anderem Tuch und Bekleidung) werden unter dem Oberbegriff Textilien zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

  • -Textil, Stoff und Tuch einfach erklärt
  • -Wozu können Stoffe verwendet werden?
  • -Herstellung von Textilien
  • -Aus welchen Rohstoffen werden Textilien gewonnen?
  • -Das Herstellungsverfahren
  • Textil, Stoff und Tuch einfach erklärt

    Die Wörter "Stoffe" und "Tücher" werden, auch in der textilverarbeitenden Branche, oft synonym zu Textilie verwendet. Es gibt allerdings geringfügige Unterschiede in der Bedeutung dieser Wörter. "Textilien" sind alle Materialien, die aus Fasern hergestellt sind. "Stoffe" oder "Tücher" bezeichnet hingegen Material, das durch Weben, Wirken, Stricken oder anderes Verbinden von Fasern eine (textile) Fläche bildet. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden ausschließlich Wollwalkstoffe Tuch genannt.

    Wozu können Stoffe verwendet werden?

    Textilien oder Stoffe werden vielfältig benutzt. Das weitaus bekannteste Einsatzgebiet ist die Bekleidung. Darüber hinaus werden sie im Haushalt eingesetzt in Form von Teppichen, bei Polstermöbeln, Vorhängen, Handtüchern, Bettwäsche oder als Tischdecke. In Technik und Industrie finden sich Zelte, Airbags, Filter, Netze, Hebebänder, Zurrgurte und Geotextilien. Im medizinischen und Hygienebereich werden Textilien bei Windeln, Taschentüchern, Krankenhaus- bzw. OP-Textilien und Verbandszeug verwendet. In jüngerer Zeit werden Textilien in Verbindung mit Harz als faserverstärkter Kunststoff in Segelbooten und Flugzeugen eingesetzt.

    Herstellung von Stoffe

    Die Textilindustrie stellt Textilien oder Stoffe in großem Maßstab mittels Textilmaschinen her. Damit sie den unterschiedlichen Qualitätsansprüchen genügen, werden Textilien in der Textilveredlung (Ausrüstung) gebrauchsfähig gemacht. Nach Bestimmung unterscheidet man Textilien für

  • -Kleidung,
  • -Wohnung (Heimtextilien) und
  • -industrielle Zwecke (auch technische Textilien genannt).
  • Das Textilkennzeichnungsgesetz (TKG) regelt in Deutschland die Bezeichnung/Etikettierung von Textilien hinsichtlich ihres Fasergehaltes. Die Pflegekennzeichnung von Textilien mit den bekannten Symbolen ist nicht gesetzlich geregelt, sondern in einer internationalen Norm der ISO. Die Geschichte der Textilien wird an Textilforschungsinstituten und in Textilmuseen dokumentiert und erforscht.

    Aus welchen Rohstoffen werden Textilien gewonnen?

    Fasern, die Rohstoffe für alle anderen Textilien, teilen sich in zwei Hauptgruppen ein:

  • -Naturfasern (tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs) und
  • -Kunst- bzw. Chemiefasern (synthetisch hergestellt)
  • Hauptsächlich verwendete pflanzliche Rohstoffe sind neben Baumwolle Bastfasern wie Hanffasern, Flachs- oder Leinfasern, Nessel, Jute. Aus den harten Sisal- und Kokosfasern werden vornehmlich Bodenbeläge gefertigt. Tierische Rohstoffe sind Wolle, Seide und Rosshaar.

    Das Herstellungsverfahren

    Textile Flächen lassen sich mit verschiedenen Verfahren herstellen. Nach der Art der Flächenkonstruktion unterscheidet man vliesartig verbundene (z. B. Filz oder Walkstoffe) und aus Fadensystemen aufgebaute Textilien (z. B. Gewebe, Gewirke, Strickwaren).

    Das Weben beruht auf einer rechtwinkligen Verkreuzung zweier Fadensysteme, so dass verschieden Arten von Bindungen entstehen. Die wichtigsten sind Leinwand-, Köper- und Atlasbindung. Samtartige Gewebe entstehen dadurch, dass Kett- oder Schussfäden kleine Schlaufen (Noppen) bilden, die aufgeschnitten den Flor ergeben. Beispiele sind Plüsch und Frottierware.

    Das Stricken zählt mit dem Wirken zu den maschenstoffbildenden Verfahren. Zur Bildung einer Masche wird ein Faden zu Schleifen verformt, die miteinander verschlungen werden.

    Überdies gibt es viele historische Verfahren und Nischenanwendungen, wie etwa das Malimoverfahren. Spinnen ist das grundlegende Verfahren zur Herstellung von Fäden. Meist verbindet Nähen textile Flächen.

    Wir hoffen Ihnen hat dieser kleine Ausflug in die Welt der Stoffe gefallen, und wünschen Ihnen viel Spass beim durchstöbern unseres Sortiments.

    Stoffe Tetik